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Besonnenheit

Online-Logosclub-Abend in der Reihe: Politische Emotionen

Besonnenes Denken und Handeln erweisen sich heute als dringlicher denn je. Heidemarie Bennent-Vahle akzentuiert und entfaltet diese These nicht zuletzt mit Blick auf aktuelle Tendenzen politischer Radikalisierung und gesellschaftlicher Verrohung. Sie erläutert in ihrem Buch „Besonnenheit - eine politische Tugend“ die gesellschaftspolitische und ethische Relevanz des Fühlens und zeigt auf, wie bedeutsam Perspektiven umsichtiger Persönlichkeitsbildung für das Gelingen demokratischer Prozesse sind. Vor allem kommt es auf die besonnene Kultivierung z. B. der Mitgefühle an. Sie setzt bei der Zerbrechlichkeit der Vernunft an, die in Emotionen Stützen findet. Ein Brücke schlägt die Besonnenheit, die es an diesem Abend vorzustellen und in ihrer Tragweite zu diskutieren gilt.

Auch in der Gesellschaft spielen Gefühle eine große, in aufgeklärten rechtsstaatlichen Demokratien aber oft unterschätzte Rolle. Wieviel Gefühl verträgt eine Gesellschaft, die nach Gerechtigkeit strebt, fragt sich Martha Nussbaum in ihrem Werk „Politische Emotionen“ mit dem originalen Untertitel „Why Love Matters for Justice“. Im politischen Raum scheinen vor allem schädliche Emotionen vorzuherrschen, etwa Ängste und Ressentiments, die sich gut instrumentalisieren lassen. Emotionen können tatsächlich das Denken behindern, aber sie befeuern es auch. Sollte man nicht der Gewalt des Hasses mit einem „gewaltigen Lieben“ (Martin Buber) begegnen? Zuerst aber müssen auch „politische Emotionen“ unter die Lupe genommen werden.

Anmeldung direkt bei Logosinstitut gutknecht@praxis-logos.de

Wann:
Donnerstag, 09.12.2021, 19:45 Uhr - 22:00 Uhr
Wo:
Online per ZOOM
Referent/in:
Thomas Gutknecht
Hinweis:
in Kooperation mit dem Logos-Institut. Nach der Anmeldung erhalten Sie einen ZOOM-Link.
Beitrag:
€ 8,00
Anmeldung:
bis 6. 12. 21 ans Logosinstitut,Tel. 07122/ 484, gutknecht@praxis-logos.de

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