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Die Zeit – Was sie mit uns macht und was wir mit ihr machen

Logosclub-Abend in der Reihe: Niemand hat so viel Zukunft wie der, der sich nicht sorgt.

Der Mensch kann denken. Auch vorausdenken, Ungewissheit erleben, Bedrohliches vorwegnehmen. Zu Krisen gehört die Ungewissheit darüber, was die Zukunft bringen wird. Inzwischen denken wir unsere Gegenwartskrisen als einen Dauerzustand, den wir in die Zukunft verlängern. Das soll Orientierung ermöglichen, schafft aber mehr Probleme. Erneut sind wir angehalten, den Umgang mit der Zeit zu reflektieren, zu erinnern, zu antizipieren – vor allem Zeit zu gestalten, mit Lust auf Zukunft. Niemand hat so viel Zukunft wie der, der sich nicht sorgt. Weshalb? Weil die vorwegnehmende Sorge wegnimmt, was erst noch, ganz anders als gedacht, kommen will. Lust auf Zukunft setzt Vertrauen voraus. Nachgedacht werden soll über Zeitverhältnisse.

Das Zeitregime, das uns unsere immer schneller werdende Gesellschaft als unser eigenes vorgaukelt, ist strikt: Arbeitszeiten sind genau geregelt, es gibt feste Zeitfenster für Freizeit, Schule und Ausbildung. Zeit ist immer knapp: Deadlines bei Prüfungen und Fristen bei Krediten; im kapitalistischen Wettbewerb muss man Zeit gewinnen, optimal nutzen, einsparen, verwerten, bewirtschaften. Was macht der „rasende Stillstand“ mit uns? Welche Gefahren für die Umwelt bringen beschleunigte Produktion, beschleunigter Konsum und immer größere Mobilität mit sich? Wieviel Verwahrlosung resultiert aus dem medialen Trommelfeuer, das stetig auf uns einprasselt? Zeitpathologien wie Depression und Hysterie kommen zum Vorschein. Ist es möglich, Zeitsouveränität zurückzugewinnen?

Wann:
Donnerstag, 11.03.2021, 19:45 Uhr - 22:00 Uhr
Wo:
Video-Präsenz-Veranstaltung
Referent/in:
Thomas Gutknecht
Beitrag:
€ 8,00
Anmeldung:
bis 8. 3. 21 ans Bildungswerk; in Kooperation mit dem Logos-Institut, nach der Anmeldung erhalten Sie einen ZOOM-Link

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