Hannah Arendt: Vom Leben des Geistes (Einleitung)

Das Fehlen des Denkens rief Arendts Interesse wach, als sie über den Eichmann-Prozess schrieb und diesen Täter als völlig gedankenlos meinte schildern zu müssen. „Ist böses Handeln (Unterlassungs- wie auch Begehungssünden) möglich, wenn nicht nur »niedrige Motive« (wie es im Rechtswesen heißt) fehlen, sondern überhaupt jedes Motiv, jede spezielle Aktivität des Interesses oder Wollens? Ist Bosheit, wie immer man sie definieren möge, ist dieser »Wille zum Bösen« vielleicht keine notwendige Bedingung des bösen Handelns? Hängt vielleicht das Problem von Gut und Böse, unsere Fähigkeit, Recht und Unrecht zu unterscheiden, mit unserem Denkvermögen zusammen?“ Sie antwortet mit Ja und erläutert nun, was Geist mit diesen Fragen tatsächlich zu tun hat und wohin Geistlosigkeit, d. h. die Unlust zu denken, ins Unheil führt.

Status: Anmeldung möglich

Kursnr.: 22-1-03Z03

Wann: Di. 26.4.2022, 18:00 - 19:30 Uhr

Wo: Online

Beitrag: 12,00 €

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