Johannes Reuchlin (1455 – 1522) und die christliche Kabbala Ein schwäbischer Gelehrter als Pionier der jüdisch-christlichen Verständigung

Das Johannes Reuchlin-Gedenkjahr gibt Anlass, an einen großen Philosophen, Humanisten, Juristen und Freund des Judentums zu erinnern: Als zu Beginn des 16. Jahrhunderts auf Anregung der Kölner Dominikaner alle jüdischen Bücher (mit Ausnahme der Hebräischen Bibel/des Alten Testaments) im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation zerstört werden sollten, schrieb Reuchlin ein Gutachten, in dem er sich für den Schutz dieser Bücher einsetzte: Er ermahnte die christliche Welt: „Verbrennt nicht, was ihr nicht kennt!“
In seiner Schrift über die jüdische Mystik (Kabbala) „De Arte Cabalistica“ (1517) gab er seinen Lesern eine Hilfe, jüdische Texte zu lesen und zu verstehen. Er war der erste (und bedeutendste) Vertreter der christlichen Kabbala in Deutschland und Pionier der jüdisch-christlichen Verständigung (auch wenn sein Erbe im 19. und 20. Jahrhundert vielfach vergessen wurde).
Spuren der Wirksamkeit Reuchlins sind vor allem in Südwestdeutschland bis heute auf den heutigen Tag zu finden.

Status: Keine Anmeldung möglich

Kursnr.: 22-1-03P09

Wann: Mi. 27.4.2022, 19:30 - Uhr

Wo: Haus der Volkshochschule, Spendhausstraße 6, 72764 Reutlingen, Saa

Beitrag: 8,00 € (Ermäßigt: 5,00 €)

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