Programm » Weite Horizonte – Gesellschaft & Politik

Netzwerk KEB: Angebote der Partner*innen

Zusammen leben, zusammen wachsen.

29. Interkulturelle Woche

Mittwoch, 18. 9. bis Dienstag, 8. 10. 2019
verschiedene Orte in Reutlingen
Hinweis:  Alle Veranstaltungen unter https://www.caritas-fils-neckar-alb.de/ und im Programmheft, erhältlich in Kirchengemeinden und öffentlichen Einrichtungen sowie bei der Dekanatsgeschäftsstelle, Schulstr. 28, 72764 Reutlingen oder dem Caritas-Zentrum Reutlingen, Kaiserstr. 27, 72764 Reutlingen Tel.: 07121 16560; eMail: reutlingen@caritas-fils-neckar-alb.de
Wie wollen wir zusammen leben und was brauchen wir, um wachsen zu können? Die Interkulturelle Woche bietet die Möglichkeit, sich für Menschenrechte und Menschlichkeit und damit gegen Rassismus und Vorurteile einzusetzen.
In der Hauptveranstaltung am Mittwoch, 25. September, 19.30 Uhr in der Stadtbibliothek Reutlingen kommen Reutlinger Bürgerinnen und Bürger als Experten zu verschiedenen Bereichen des alltäglichen Lebens mit dem Soziologen Prof. Dr. Boris Nieswand ins Gespräch und bewerten das „Zusammen leben. Zusammen wachsen“ in unserer Gesellschaft. Im Anschluss daran stehen Ihnen die Bürgerinnen und Bürger in kleinen, gemütlichen Gesprächsrunden als „lebendige Bücher“ zur Verfügung, in denen Sie sich zu Themenbereichen, wie beispielsweise Schule, Arbeit oder Kultur austauschen können. Es gibt Gelegenheit zu Begegnung, Gespräch und Stärkung.


 

Menschenwürdige Arbeit

Zweiteilige Reihe

Gemeindezentrum St. Andreas, Nürnberger Straße 186, Reutlingen-Orschelhagen
Referent:  Betriebsseelsorger Matthias Schneider
Kontakt:  Kirchengemeinde St. Andreas Reutlingen, Pfarrer Dietmar Hermann, dietmar.hermann@drs.de

Übersicht:

Was bedeutet Glück? – Seligpreisungen und Arbeitswelt

Vortrag und Diskussion zum „Tag der menschenwürdigen Arbeit“
Montag, 7. 10. 2019,20 Uhr

Arbeit 4.0

Ökumenisches Gespräch
Sonntag, 12. 1. 2020, 11.30 Uhr


 

Mode und Nachhaltigkeit. Tragbar oder unerträglich?

Vortrag - Diskussion - Ausstellung - Film

Montag, 14. 10. 2019, 19.00 – 21.30 Uhr
Matthäus-Alber-Haus, Lederstraße 81, Reutlingen
Referenten:  Kai Neben, Dipl. Ing. (FH) und Prof. Dr. Jochen Strähle; Moderation: Brigitte Zirngibl und Frieder Leube
Beitrag:  Gratis
Kontakt:  Evangelische Bildung/ Haus der Familie, Telefon 07121 92960, info.bildung@kirche-reutlingen.de, www.evang-bildung-reutlingen.de

Der Ressourcenverbrauch in unserer Industrie- und Konsumgesellschaft steigt rasant, wobei die zur Verfügung stehenden Rohstoffe gleichzeitig knapper werden. Statistisch gesehen "verbraucht" jeder Bundesbürger nahezu 28 kg Textilien pro Jahr. In der Textil- und Modebranche ist der Begriff "Nachhaltigkeit" schon zur Mode geworden. Nahezu alle Unternehmen und Akteure schreiben sich Nachhaltigkeit auf die Fahnen, ob in konkreten Aktionen oder als Marketingkampagne. Bei näherer Betrachtung entpuppen sich die meisten Kampagnen als sogenanntes "greenwashing", wenn es um Ökologie, Ressourcenschonung oder Recycling geht.

 

Deutschland: ein Recht(s)staat? - Aktuelles zu Gemeinnützigkeit, Verfassungsschutz und demokratischen Rechten in der BRD.

Vortrag und Gespräch

Donnerstag, 17. 10. 2019, 19.00 Uhr
Wo:  KEB-Bildungswerk, Schulstraße 28, Reutlingen
Referentin:  Ulrike Held
Beitrag:  Spenden erwünscht
Kontakt:  Frauenverband Courage e.V. Ortsgruppe Reutlingen-Tübingen, Noemi Ostertag, Telefon 07121 57201, noemi.ostertag@posteo.de

Die Aberkennung der Gemeinnützigkeit von bürgerrechtlichen Organisationen wie ATTAC oder Frauenverband Courage, Verunsicherung anderer Organisationen wie die Umwelthilfe, die ungeklärte Rolle vom Verfassungsschutz und von seinem entlassenen Chef Maaßen zum Fall Amri und NSU, die Lügen zum angeblichen BAMF-Skandal, das geplante Abschiebegesetz, wonach Geflüchtete ohne Dokumente bei Nacht und Nebel noch leichter abgeschoben werden können als bisher, während Journalisten und Mitarbeiter*innen der Flüchtlingshilfe bis zu drei Jahre Freiheitsstrafen und Geldstrafen drohen, wenn sie solche Praktiken bekannt machen, die Verschärfung von Polizeirecht … sind nur einige Beispiele.

 

Welches Klima hinterlassen wir unseren Kindern?

Ein simulationsbasiertes Rollenspiel World Climate mit Briefing und Verhandlungsrunden

Donnerstag, 21. 11. 2019, 18.00 – 21.30 Uhr
Haus der Familie, Pestalozzistraße, Reutlingen
Referent:  Prof. Dr. Florian Kapmeier
Beitrag:  € 15,–, Studenten € 10,–  (inklusive einem kleinen Imbiss)
Anmeldung:  bis 13. 11. 19 an Evangelische Bildung/ Haus der Familie, Telefon 07121 92960, info.bildung@kirche-reutlingen.de, www.evang-bildung-reutlingen.de

Im November 2017 trafen sich Delegierte von über 170 Ländern zu den UN-Klimaverhandlungen in Bonn. Vielen BeobachterInnen erscheinen die UN-Klimaverhandlungen als verwirrend, stockend und nicht zielführend. Auch sind die grundlegenden Zusammenhänge des Klimawandels und die eigene Verantwortung, jetzt zu handeln vielen Menschen nicht einsichtig. Wir laden Sie ein, mit dem simulationsbasierten Rollenspiel World Climate, selbst die Herausforderungen internationaler Verhandlungen zur Reduktion von Treibhausgasen mitzuerleben. World Climate basiert auf dem von der MIT Sloan School of Management und der amerikanischen Non-Profit-Organisation Climate Interactive entwickelten C-ROADS-Simulator, der auch von Delegierten bei den realen UN-Klimaverhandlungen genutzt wird. Die ESB Business School der Hochschule Reutlingen ist Kooperationspartnerin von Climate Interactive.

 

Republik der Angst

Lesung zur Anatomie der Deutschen Angst

Montag, 2. 12. 2019, 19.30 Uhr
Göppingen, Volkshochschule, Mörikestraße 16
Referent:  Professor Frank Biess, University of California, San Diego, USA
Beitrag:  € 8,-
Kontakt:  KEB-Göppingen, Telefon 07161/ 9633620, info@keb-goeppingen.de, www.keb-goeppingen.de

Frank Biess erzählt die Geschichte der Bundesrepublik als eine Geschichte kollektiver Ängste. Die Furcht vor Vergeltung in der unmittelbaren Nachkriegszeit, die Angst vor einem Atomkrieg und kommunistischer Infiltration in den fünfziger Jahren und dann vor Arbeitslosigkeit durch Automatisierung und vor autoritären politischen Tendenzen, schließlich die apokalyptischen Ängste der achtziger Jahre: Immer waren die politischen Debatten und die deutsche Politik von Angst geprägt, nicht zuletzt von der Angst vor der vermeintlichen Allgegenwart des Faschismus.
Biess geht es nicht darum, im Rückblick die Berechtigung dieser Ängste zu bewerten. Er beschreibt vielmehr ihre prägende Rolle für die Entwicklung des Landes. Die Erfahrung von Krieg und Gewalt, lautet seine These, begleitete die Demokratisierung und Liberalisierung der Bundesrepublik; die Angst stellte die soziale und politische Ordnung in Frage – und stabilisierte sie zur gleichen Zeit.
Schließlich diskutiert der Autor die Auswirkungen dieser Angstgeschichte auf die politische Kultur der Berliner Republik. Sind die aktuellen Ängste vor Krieg, Einwanderung und Terrorismus noch spezifisch deutsch, also auf die deutsche Vergangenheit bezogen? Oder spiegeln sie allgemeinere „transnationale“ Befürchtungen, die sich in anderen westlichen Nationen auch finden lassen? Er geht damit der spannenden Frage nach, ob die Geschichte der „deutschen Angst“ heute an ihr Ende gelangt ist.

 

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