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Solidarität

Online: Logosclub-Abend in der Reihe: Politische Emotionen

Der Soziologe Heinz Bude nennt die Solidarität eine große Idee mit Zukunft – und für die Zukunft. Bude diagnostiziert, dass die Sehnsucht nach Solidarität heute von rechts bedient wird, weil von links weithin fallen gelassen wurde. Erfahrungen der Solidarität zeigen, dass mit ihrer Erneuerung die tiefe Spaltung der Gesellschaft überwunden werden kann. Dann darf ihre „Interpretation“ aber nicht nur einer Seite überlassen bleiben und mit identitären Bestrebungen vermengt werden. Denn Solidarität begnügt sich nicht mit der Minderung von materieller Not, sondern zielt auf Anerkennung und darauf, sich im Mitmenschen als freies Vernunftwesen wiederzuerkennen. An diesem Abend stellen wir die Frage, was Solidarität heißen soll.

Auch in der Gesellschaft spielen Gefühle eine große, in aufgeklärten rechtsstaatlichen Demokratien aber oft unterschätzte Rolle. Wieviel Gefühl verträgt eine Gesellschaft, die nach Gerechtigkeit strebt, fragt sich Martha Nussbaum in ihrem Werk „Politische Emotionen“ mit dem originalen Untertitel „Why Love Matters for Justice“. Im politischen Raum scheinen vor allem schädliche Emotionen vorzuherrschen, etwa Ängste und Ressentiments, die sich gut instrumentalisieren lassen. Emotionen können tatsächlich das Denken behindern, aber sie befeuern es auch. Sollte man nicht der Gewalt des Hasses mit einem „gewaltigen Lieben“ (Martin Buber) begegnen? Zuerst aber müssen auch „politische Emotionen“ unter die Lupe genommen werden.

Anmeldung direkt bei Logosinstitut gutknecht@praxis-logos.de

Wann:
Donnerstag, 13.01.2022, 19:45 Uhr - 22:00 Uhr
Wo:
online per ZOOM
Referent/in:
Thomas Gutknecht
Hinweis:
in Kooperation mit dem Logos-Institut
Beitrag:
€ 8,00
Anmeldung:
Anmeldung bis 10.01.22 direkt bei Logosinstitut gutknecht@praxis-logos.de

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