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Gelassenheit und Ewigkeit. Von der Zeitlosigkeit

Online - Logosclub-Abend in der Reihe: Niemand hat so viel Zukunft wie der, der sich nicht sorgt.

Der Mensch kann denken. Auch vorausdenken, Ungewissheit erleben, Bedrohliches vorwegnehmen. Zu Krisen gehört die Ungewissheit darüber, was die Zukunft bringen wird. Inzwischen denken wir unsere Gegenwartskrisen als einen Dauerzustand, den wir in die Zukunft verlängern. Das soll Orientierung ermöglichen, schafft aber mehr Probleme. Erneut sind wir angehalten, den Umgang mit der Zeit zu reflektieren, zu erinnern, zu antizipieren – vor allem Zeit zu gestalten, mit Lust auf Zukunft. Niemand hat so viel Zukunft wie der, der sich nicht sorgt. Weshalb? Weil die vorwegnehmende Sorge wegnimmt, was erst noch, ganz anders als gedacht, kommen will. Lust auf Zukunft setzt Vertrauen voraus. Nachgedacht werden soll über Zeitverhältnisse.

„Die Ewigkeit ist lang, besonders gegen Ende“ witzelte Woody Allen. Doch im Ernst ist Ewigkeit nicht eine endlose Dauer der Zeit, inklusive Langeweile. Viel eher blitzt etwas von ihr auf in der Erfahrung der vermeintlichen Zeitlosigkeit, wenn man ganz hingegeben ist und aufgeht in einem erfüllenden Tun. Dafür muss man sich einlassen können und von sich absehen können. Bedeutet dies Gelassenheit? Steht Gelassenheit in einer Verbindung mit dem Ewigen? Stammt sie aus einem Vertrauen, das aus Erfahrungen in der Zeit nicht zu rechtfertigen ist? Was bedeutet die Rede von der Zeitlosigkeit angesichts der Zeitlichkeit des Daseins?

Wann:
Donnerstag, 10.06.2021, 19:45 Uhr - 22:00 Uhr
Wo:
In Video-Präsenz
Referent/in:
Thomas Gutknecht
Hinweis:
Nach der Anmeldung erhalten Sie einen ZOOM-Link
Beitrag:
€ 8,00
Anmeldung:
bis 7. 6. 21 ans Bildungswerk; in Kooperation mit dem Logos-Institut

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