Programm » Wurzeln und Visionen – Religion & Philosophie

Kann die Natur Rechte haben? Neue Initiativen über den Naturschutz hinaus

In der Reihe: "Das Sonntagsforum"

Der Sinn ist klar – und die Aufgabe auch: Angesichts der Umweltschäden sehen wir uns dringend aufgefordert, die Natur in ihrer Eigenwürde anzuerkennen. Das bedeutet, anzuerkennen, dass sie nicht allein um des menschlichen Nutzens willen da ist. Der Naturschutz hängt bisher vom guten Willen Einzelner ab. Nun gibt es Überlegungen, der Natur Rechte zu geben. So werden Ideen indigener Völker aufgegriffen: Länder wie Ecuador, Bolivien und Uganda machen Flüsse, Wälder und sogar Reis zu juristischen Personen. Im Hintergrund steht die Idee von der Mutter Natur (Pachamama). Der Natur eigene Rechte zuzuschreiben, ermöglicht es nicht nur, Umweltverschmutzer strafrechtlich zu verfolgen. Es stellt auch jene Art des Umweltschutzes in Frage, bei der Natur lediglich als eine Art Dienstleister betrachtet wird und wo nur der ökonomische Wert von sauberer Luft, Wasser, Artenvielfalt oder Naturschutzgebieten berechnet wird. Soll nun die Natur, wie Kritiker behaupten, (neuheidnisch) wieder vergöttert werden? Ein Thema, das auch philosophisch herausfordert.

Das Sonntagsforum möchte in der Form eines informierenden Vortrags und in einem größeren zeitlichen Rahmen für den Austausch Gespräche und Bildungserlebnisse ermöglichen, die den Menschen mit seinen Lebensfragen in den Mittelpunkt stellen. Die Begegnungen in Sachlichkeit entsprechen dem Anliegen: „Sachen klären – Menschen stärken“.

Wann:
Sonntag, 28.02.2021, 15:30 Uhr - 18:00 Uhr
Wo:
KEB-Bildungswerk, Schulstraße 28, Reutlingen; in Kooperation mit dem Logos-Institut
Referent/in:
Thomas Gutknecht, Philosoph und Theologe
Hinweis:
Kooperation mit dem Logos-Institut
Beitrag:
€ 12,- pro Termin (inkl. kulinarischer Stärkung)
Anmeldung:
erwünscht bis 24. 2. 21 ans Bildungswerk

» zur Anmeldung

 

» zurück zur Monatsübersicht