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Bleiben Sie gesund!

Bleiben Sie gesund! Das ist die neue Grußformel in unserem Land in diesen Tagen. Eine seltsame Aufforderung. Sie kann nur als frommer Wunsch verstanden werden. Drückt dies aus, dass Gesundheit das höchste Gut sein soll?

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Was ans Herz geht, soll das Hirn anspornen, damit, wenn es uns Beine macht, wir auch Wege finden.

Krisen bringen es mit sich, dass sich Spreu und Weizen trennen. Böse werden böser, Gute gütiger, ja zu Heiligen oder wenigstens zu Helden. Und Krisen lassen Dumme noch dümmer aussehen. Manche Dummheit ist dabei sogar unanständig. Skandalös erscheint mir gerade jetzt, dass es selbst im 21. Jahrhundert unter Theologen und Kirchenführern noch solche gibt, die sich erkühnen, mit der Rede von Gott ihr Angstgeschäft zu betreiben. Unglücke, Katastrophen, Seuchen und anderes Teufelszeug werden genutzt, sinnfreies Glauben zu fordern.

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Der soziale Körper muss gesunden

Europa ist stolz auf seine philosophische Tradition. Die Folgen jahrhundertelanger Gedankenarbeit und politischer Kämpfe: Wohl begründete Freiheitsrechte, Rechte des Einzelnen, gegründet auf ein Menschenbild, das mit dem Ausdruck „Sakralität der Person“ bestens auf den Begriff gebracht ist – anschlussfähig also mit der religiösen Überlieferung. Von Thomas Hobbes über John Locke und David Hume bis zu John Stuart Mill läuft eine Linie, die den Staat zum Garanten individueller Selbstentfaltung erkoren hat. Neben der pragmatischen angelsächsischen Tradition stützten Freiheitsdenker wie Spinoza und Kant die Forderungen nach Selbstbestimmung systematisch ab. Die Feier des Individuums prägt unsere westliche Lebensform. Wenn der Sinn der Politik die Freiheit ist, so deshalb, weil Freiheit dem Ich den Lebensraum gibt. Das Ich ist Angelpunkt unserer Wertewelt.

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„Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende“?

Das Zitat des heute kaum mehr bekannten Haudegens Ferdinand von Schill (6.1.1776 - 31.5.1809)1 bei einer Ansprache auf dem Marktplatz von Arneburg an der Elbe am 12. Mai 1809 kommt heute wohl manchen in den Sinn. Ferdinand von Schill soll oft passende Worte gefunden haben, um die Menschen auf der Straße und die einfachen Leute anzusprechen. Man muss ihn deshalb nicht für einen Populisten halten. Doch wie dem auch sei, in Anspielung auf Psalm 73,19 rief der damalige Kommandeur eines Freicorps den Menschen in Arneburg zur Ermutigung zu: „Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.“

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WIR

Es gibt in unserer Sprache ein bei näherer Betrachtung höchst aufregendes kleines Wort – aus drei Buchstaben gebildet wie auch das Wort „Ich“, nämlich die Pluralform der ersten Person, das „Wir“. Es fristet trotz des Plurals ein Schattendasein neben dem übergroßen geschriebenen ICH.

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Am Ende wollen alle wieder gewinnen.

Gedanken nach Betrachtung des Heute-Journals und der Tagesthemen: - Vom Konkurrenzgebaren unter den Virologen will ich mal absehen. Viele äußern sich verantwortungsbewusst und machen ihre Sache gut. Immer noch zu viele aber möchten sich gern profilieren. Ihr Anerkennungsstreben ist Bestandteil eines befremdenden Wettstreits. Am Horizont zeichnet sich aber schon ein ganz anderes Gewinnstreben ab, eine Konkurrenz der Besserwisser, die alles mögliche schon immer oder wenigstens schon längst gewusst haben wollen. Sie brillieren jetzt mit Ansagen, was richtig ist und die Zukunft bestimmen müsse. Ihre Prophezeiungen und Prognosen zu dem, was nach Corona kommt oder kommen soll, haben ein G´schmäckle, riechen verdächtig nach einer Kriegsgewinnler-Mentalität.

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Höhle in den USAPilgerndes PaarGeöffnete Tür - Blick ins WeiteWaldlichtungAuf dem Jakobsweg