Jahresbericht 2017: Sklavenarbeit für unseren Fortschritt - Filmabend mit Diskussion und Handy-Aktion

„Sklavenarbeit für unseren Fortschritt“ lautete der Titel eines Films von Dr. Tilmann Achtnich (ARD/SWR), der am 8. März in der Kreissparkasse am Marktplatz in Reutlingen gezeigt wurde. Der Film und das anschließende Gespräch mit dem Filmemacher gingen auf die illegalen und lebensbedrohlichen Bedingungen der Menschen ein, die in afrikanischen und südamerikanischen Minen Rohstoffe mit bloßen Händen für die Handy Produktion abbauen. Dieser Abend war auch der Auftakt für eine sich anschließende Handy-Sammel-Aktion in Verbindung mit dem Difäm Tübingen: Handys für den guten Zweck.

An dieser Handy-Aktion unter dem Motto „fragen. durchblicken. handeln!“ beteiligten sich folgende Organisationen: Difäm – Deutsches Institut für Ärztliche Mission Tübingen, Katholische Erwachsenenbildung – KEB-Bildungswerk RT, KlimaschutzAgentur im Landkreis Reutlingen, Kreissparkasse Reutlingen, Landratsamt Reutlingen, Stadt Reutlingen.
Am 16. November fand in der Kreissparkasse Reutlingen die Abschlussveranstaltung statt: Das reichhaltige Programm wurde umrahmt von den schwungvollen afrikanischen Rhythmen der Trommelgruppe Bagoma und der unterhaltsam dargebotenen szenischen Umsetzung des Themas durch das Improvisationstheater Harlekin Tübingen. Der Moderator Tom Nagl vom Entwicklungspädagogischen Informationszentrum (EPiZ) gab den rund 120 Gästen einen eindrücklichen Einblick in das Thema Rohstoffgerechtigkeit und unter welch menschenunwürdigen Bedingungen diese Rohstoffe z.B. im Ostkongo abgebaut werden. Diese Zusammenhänge und deren Auswirkungen auf Mensch und Umwelt sind vielen Handynutzern noch wenig bewusst.
In der anschließenden Diskussionsrunde wurde schnell klar, dass die Aktion durch Sensibilisierung und Aufklärung in puncto Ressourcenumgang und Handynutzung einen wichtigen Beitrag zum Thema nachhaltiger Konsum leistete.

 

» zurück zur Übersicht Archiv

Höhle in den USAPilgerndes PaarGeöffnete Tür - Blick ins WeiteWaldlichtungAuf dem Jakobsweg