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Karl Marx im Denken von Ernst Bloch

Logosclub-Abend in der Reihe: 200 Jahre Karl Marx (1818 – 1883)

Ernst Bloch hatte den Marxismus wieder ans Eigentliche erinnern wollen. Für die damaligen DDR-Machthaber ein Pfahl im Fleisch. Lange galt er als „Prophet mit Marx- und Engelszungen“, doch bald sah er sich dem Vorwurf ausgesetzt, der einst gegen Sokrates erhoben worden war: Jugendverführung. Nach einem Besuch blieb er im Westen (1961), gleichsam als exkommunizierter Erzkommunist. Wie hat Bloch Marx gelesen und verstanden, so dass ihm der Titel „falscher Schüler des Marxismus“ zugedacht wurde und er 1957 (nach dem Ungarn-Aufstand) in der DDR nicht mehr publizieren durfte?

Manche halten Marx für einen „toten Hund“. Das Ende der Sowjetunion und die Schwächen kommunistischer Staaten scheinen den Philosophen, für den die Praxis der Test für die Wahrheit der Theorie bilden musste, widerlegt zu haben. Doch Marx ist als Theoretiker der bürgerlichen Gesellschaft und des Kapitalismus genau bestätigt worden. Der Kapitalismus funktioniert heute so, wie Karl Marx es vor 150 Jahren prophezeit hatte: global, monopolistisch, alle Lebensbereiche durchdringend. Ist die Marktwirtschaft aber ohne Alternative? Marx sah das so, und damit ist er heute vielleicht aktueller als je zuvor. Und er hat mit seinen Analysen und Ideen Generationen von Denkerinnen und Denkern inspiriert, die in Weiterführung und Kritik seine Bedeutung bezeugen.

Wann:
Donnerstag, 07.06.2018, 19:45 Uhr - 22:00 Uhr
Wo:
KEB-Bildungswerk, Schulstraße 28, Reutlingen
Referent/in:
Thomas Gutknecht
Beitrag:
€ 8,- pro Abend
Anmeldung:
bis jeweils Montag vor Termin ans Bildungswerk (einfache Anmeldung); in Kooperation mit dem Logos-Institut

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