Programm » Wurzeln und Visionen – Religion & Philosophie

Politische Korrektheit unter Druck - Zum Konzept der „zivilisierten Verachtung“

In der Reihe "DenkRaum" - Philosophisches Café am Freitagabend auf dem Göllesberg

Der Glaube, die politische Korrektheit garantiere das harmonische Zusammenleben unterschiedlicher Kulturen, hat sich als Illusion entpuppt. Längst zeichnet sich ab, dass es psychologisch gar nicht möglich ist, diese Haltung dauerhaft einzunehmen. Kein Mensch kann authentisch respektieren, was er in Wahrheit für unmoralisch, irrational oder ganz einfach dumm hält. Das unausweichliche Resultat ist mangelnde Authentizität. Wie aber kritisiert man konstruktiv? Carlo Strenger vertritt die Haltung „zivilisierter Verachtung“: Glaubenssätze, Verhaltensweisen und Wertsetzungen dürfen verachtet werden, wenn sie irrational, unmoralisch, inkohärent oder unmenschlich sind. Zivilisiert ist diese Verachtung unter zwei Bedingungen: Sie muss auf Argumenten beruhen, auf dem Prinzip der verantwortlichen Meinungsbildung. Und sie darf sich nicht gegen die Menschen, die sie vertreten, richten. Sie sind unbedingt zu achten und zu respektieren.

Mit philosophischen Gesprächen am Freitagabend auf dem Göllesberg lässt sich‘s gut ins Wochenende starten. Am Anfang steht ein einführender Impuls des Gastgebers. Zu Wein und Kaffee gibt‘s auch allerhand Leckereien, zubereitet von Maria Baiker.

Wann:
Freitag, 20.07.2018, 19:00 Uhr - 22:30 Uhr
Wo:
DenkRaum, Fichtenweg 8, Lichtenstein-Unterhausen/ Göllesberg
Referent/in:
Thomas Gutknecht, Theologe, Philosoph (IGPP)
Beitrag:
€ 18,- pro Abend (incl. Imbiss und Getränke)
Anmeldung:
bis jeweils 1 Woche vor Termin ans Logos-Institut, Telefon 07122/ 820528, gutknecht@praxis-logos.de, www.praxis-logos.de (einfache Anmeldung); in Kooperation mit dem KEB-Bildungswerk Reutlingen

» zur Anmeldung

 

» zurück zur Monatsübersicht

Höhle in den USAPilgerndes PaarGeöffnete Tür - Blick ins WeiteWaldlichtungAuf dem Jakobsweg